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Fragen zum Bürgerentscheid? Hier finden Sie Antworten.

Der bevorstehende Bürgerentscheid betrifft viele Menschen in Esslingen und wir wissen, dass es rund um die Entscheidung zur Esslingen Pfleghof Stadtbücherei viele Fragen gibt.

Diese Seite beantwortet die häufigsten Themen verständlich und kompakt.

  • Was bedeutet ein Bürgerentscheid?
  • Wie geht es mit dem Pfleghof oder dem Kögel weiter?
  • Und welche Kosten stehen eigentlich im Raum?

Hier finden Sie die Antworten, sachlich, direkt und transparent.

Blick in den verschneiten Innenhof der Esslingen Pfleghof Stadtbücherei mit barrierefreier Rampe und Zugang zur Bibliothek.

Bürgerentscheid & Ablauf

Was bedeutet ein Bürgerentscheid?

Ein Bürgerentscheid ist eine direkte Abstimmung der Bürger:innen. Die Entscheidung ist rechtlich bindend und ersetzt den bisherigen Gemeinderatsbeschluss.

Wer darf abstimmen und wie?

Alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren, die seit mindestens 3 Monaten in Esslingen wohnen.

Am 8. März 2026 kann per Briefwahl oder im Wahllokal abgestimmt werden.

Wie viele Stimmen braucht es für einen gültigen Bürgerentscheid?

Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet, aber: Mindestens 20 % der Wahlberechtigten müssen zustimmen (= Quorum), sonst ist der Entscheid ungültig.

Wie erfahre ich, wo ich wählen kann?

Die Stadt verschickt Wahlbenachrichtigungen. Außerdem finden Sie Infos auf der Website der Stadt Esslingen und auf der Seite: Abstimmung Stadtbücherei Esslingen.

Wann findet der Bürgerentscheid statt?

Am 8. März 2026, per Briefwahl oder im Wahllokal.

Warum wird wieder abgestimmt, wenn es 2019 schon einen Bürgerentscheid gab?

Weil der Gemeinderat 2022 den damaligen Entscheid aufgehoben hat, trotz 78 % Zustimmung für die Esslingen Pfleghof Stadtbücherei.

Ein neues Bürgerbegehren mit über 5.000 Unterschriften hat den aktuellen Entscheid erzwungen.

Was passiert, wenn das Quorum nicht erreicht wird?

Dann bleibt der aktuelle Gemeinderatsbeschluss bestehen und der Umzug ins Kögel-Haus kann umgesetzt werden.

Worum geht es beim Bürgerentscheid genau?

Die Stadt plant, die Stadtbücherei vom Pfleghof in das ehemalige Kögel-Modehaus zu verlegen.

2019 hatten die Bürger:innen jedoch per Bürgerentscheid für eine Erweiterung im Pfleghof gestimmt.

Mit dem aktuellen Bürgerentscheid können alle Wahlberechtigten erneut darüber abstimmen, welcher Standort künftig genutzt werden soll.

Standorte: Pfleghof oder Kögel?

Esslingen Bücherei Pfleghof oder Kögel – was spricht wofür?

Der Pfleghof ist etabliert, zentral gelegen und kann durch das Gebäude Heugasse 11 barrierefrei erweitert werden.

Der Kögel bietet mehr Fläche, aber viele offene Fragen zu Zustand, Umbaukosten und Betrieb.

Warum wird das Gebäude Kögel überhaupt in Betracht gezogen, trotz Sanierungsbedarf, Feuchtigkeit, Altlasten?

Befürworter:innen verweisen auf mehr Fläche, bessere Zugänglichkeit und symbolische Modernität. Die Risiken wurden öffentlich kaum diskutiert.

Ist der Pfleghof barrierefrei?

Aktuell noch nicht vollständig, aber das ist geplant und möglich.

Ein barrierefreier Zugang ist durch die Einbindung der Heugasse 11 realisierbar.

Beim Kögel dagegen fehlen aktuell konkrete Umbaupläne für Barrierefreiheit.

Ist der Pfleghof nicht zu klein oder ungeeignet?

Nein. Die Stadt hat das angrenzende Gebäude Heugasse 11 bereits gekauft, genau zur Erweiterung.

Ein Entwurf von 2022 zeigt, dass dort mehr Platz und vollständige Barrierefreiheit möglich sind, ohne Umzug.

Ist der Kögel nicht moderner und größer?

Mehr Fläche bedeutet auch höhere Umbaukosten, mehr Personal, mehr Betriebskosten.

Zudem gibt es bauliche Probleme: Hitzeentwicklung, Wasserschäden, fehlende Gutachten.

Ein sicherer Büchereibetrieb ist dort bisher nicht geprüft und die Kosten sind unklar.

Warum wurde keine gleichwertige Vergleichsstudie beider Standorte beauftragt?

Bis heute gibt es keine öffentlich zugängliche Gegenüberstellung mit identischen Kriterien. Der Pfleghof wurde nie vollumfänglich geprüft.

Kosten & Finanzierung

Was kostet der Umzug und wer zahlt das?

Es gibt keine aktuellen, belastbaren Zahlen. Die letzte Kostenschätzung für das Kögel-Gebäude stammt aus dem Jahr 2020.

Seither sind Baukosten, Energiepreise und Anforderungen gestiegen, doch eine aktualisierte Kostenberechnung wurde bisher nicht veröffentlicht.

Die Stadt müsste das Gebäude kaufen, sanieren und umbauen.

Die Finanzierung würde aus dem kommunalen Haushalt erfolgen, also aus öffentlichen Geldern.

Warum gibt es keine vollständige Kostenvergleichsstudie?

Eine vergleichbare Gegenüberstellung mit identischen Annahmen und aktuellen Zahlen liegt bislang nicht vor.

Die Stadt verweist auf Machbarkeitsstudien, doch diese beziehen sich meist nur auf das Kögel-Gebäude.

Ein vollständiger Vergleich von Umbau, Betrieb, Personalbedarf und Folgekosten fehlt bisher.

Wie hoch wären die Kosten für den Verbleib im Pfleghof?

Auch hier gibt es keine öffentlich nachvollziehbare Gegenüberstellung.

Fest steht: Die Stadt besitzt mit der Heugasse 11 bereits ein angrenzendes Gebäude, das für eine Erweiterung genutzt werden kann.

Die Kombination aus Pfleghof und Heugasse würde keine zusätzlichen Grundstückskosten verursachen.

Die Sanierungskosten wären planbar, viele bauliche Gegebenheiten sind bekannt.

Wo finde ich weitere Informationen zu den Kosten Stadtbücherei Esslingen?

Eine Übersicht über die verfügbaren Informationen, Argumente und offenen Fragen zur Esslingen Pfleghof Stadtbücherei finden Sie auf der Seite: Argumentation Pfleghof vs. Kögel

Vergleich & Entscheidungsfindung

Warum gibt es keine vergleichbare Entscheidungsvorlage für beide Standorte?

Bis heute wurde keine öffentlich zugängliche Vergleichsstudie mit identischen Kriterien für Pfleghof und Kögel vorgelegt. Der Pfleghof wurde nur in einer kostenintensiven Sanierungsvariante dargestellt, während für den Kögel verschiedene Nutzungen geprüft, aber die Risiken kaum kommuniziert wurden.

Ist die Entscheidung für den Kögel faktenbasiert getroffen worden?

Nein. Die Entscheidung fiel, bevor belastbare Zahlen vorlagen. Weder Kaufpreis noch Sanierungsbedarf noch künftige Betriebskosten wurden transparent gemacht. Vieles bleibt politisch motiviert, nicht faktenbasiert.

Wurden beim Pfleghof Alternativen geprüft?

Nein. Die Stadt hat nie modularere oder günstigere Varianten für den Pfleghof erarbeitet, obwohl es z. B. schrittweise Erweiterungsoptionen gäbe, etwa durch die bereits im städtischen Besitz befindliche Heugasse 11.

Demokratie & Beteiligung

Warum ist die Aufhebung des Bürgerentscheids von 2019 so umstritten?

Weil damals rund 12.500 Bürger:innen für den Verbleib im Pfleghof gestimmt haben. Diese Entscheidung war rechtlich bindend. Die spätere Aufhebung durch den Gemeinderat 2025, ohne erneute Bürgerbeteiligung, wird von vielen als Missachtung des Bürgerwillens wahrgenommen.

Ist die Stadt neutral mit der Initiative umgegangen?

Nein. Die Stadtverwaltung hat laut juristischen Einschätzungen das Verfahren erschwert, ohne rechtliche Grundlage. Das widerspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz im Grundgesetz.

Wurde die Bürgerbeteiligung in Esslingen erschwert?

Ja. Im Gegensatz zum Bürgerentscheid 2019 mussten 2025 für Infostände und Sammlungen Genehmigungen eingeholt werden. Es gab Auflagen, Verbote bei öffentlichen Veranstaltungen und eingeschränkten Zugang zu städtischen Medien wie der „Zwiebel“.

Wie lief die Bürgerbeteiligung bisher ab?

Die Bürgerbeteiligung wurde einschränkt:

  • Sammelaktionen mussten genehmigt werden
  • Es gab Auflagen und Verbote
  • Die Stadtzeitung durfte nicht genutzt werden
  • Kritik und Einwände wurden kaum öffentlich diskutiert

Warum herrscht so viel Misstrauen gegenüber der Stadt?

Weil Gutachten zurückgehalten, keine vollständigen Vergleiche erstellt und viele relevante Informationen nur scheibchenweise kommuniziert wurden. Gleichzeitig wurden kritische Stimmen in der Öffentlichkeit kaum berücksichtigt.

Was fehlt, um fundiert zu entscheiden?

Ein belastbarer, transparenter Vergleich beider Standorte, mit aktuellen Zahlen zu Umbau, Folgekosten, Betrieb, Barrierefreiheit, Personalbedarf und kultureller Nutzung. Erst dann lässt sich eine langfristig tragfähige Entscheidung treffen.

Nach dem Bürgerentscheid

Was passiert mit dem Pfleghof, wenn die Bücherei umzieht?

Die Stadt spricht von einem „Kulturquartier“, aber es gibt keinen konkreten Plan.

Der Pfleghof müsste trotzdem teuer saniert werden, es drohen Doppelbelastung oder Leerstand.

Was passiert bei einem erfolgreichen Entscheid?

Wenn die Mehrheit der abgegebenen Stimmen für den Verbleib der Esslingen Pfleghof Stadtbücherei ist und das gesetzliche Quorum erreicht wird, ist das Ergebnis rechtlich bindend.

Der Gemeinderat muss den Umzug ins Kögel-Haus stoppen und eine Planung für den Standort Pfleghof (inklusive Heugasse 11) weiterverfolgen.

Eine demokratische Entscheidung mit klarer Perspektive für eine zukunftsfähige Bücherei im Herzen der Altstadt.

Welche Auswirkungen hätte ein Standortwechsel auf den laufenden Betrieb?

Ein Umzug bräuchte Übergangslösungen, neue Logistik, mehr Personal und verursacht zusätzliche Betriebskosten.

Was passiert, wenn der Entscheid scheitert?

Wenn die Mehrheit für den Umzug stimmt oder das notwendige Quorum nicht erreicht wird, bleibt der aktuelle Beschluss des Gemeinderats bestehen.

Die Esslingen Pfleghof Stadtbücherei würde dann, wie geplant, ins ehemalige Kögel-Haus verlegt.

Das Ergebnis gilt dann als Zustimmung zum bisherigen Kurs, trotz offener Fragen zu Kosten, Umbau und Zukunft des Pfleghofs.

FAQ zum Bürgerentscheid – jetzt als PDF

Die wichtigsten Fragen & Antworten rund um die Esslingen Pfleghof Stadtbücherei kompakt gesammelt. Zu Kosten und Beteiligung in einem PDF zusammengefasst.

Noch Fragen? Schreiben Sie uns.

Sie haben eine Frage, die hier nicht beantwortet wurde? Dann schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder besuchen Sie eines unserer Treffen.
Demokratie lebt vom Mitdenken und klaren Antworten.

Ein Blick in die Esslingen Pfleghof Stadtbücherei zeigt, wie lebendig und vielseitig ein gewachsener Standort sein kann.

Der helle Lesebereich, wie hier zu sehen, ist Teil der Esslingen Pfleghof Stadtbücherei und bietet Raum für aktuelle Romane, beliebte Bestseller und persönliche Empfehlungen.

Die gemütliche Atmosphäre, das denkmalgeschützte Gebäude und die zentrale Lage machen die Esslingen Pfleghof Stadtbücherei zu einem kulturellen Treffpunkt mitten in der Altstadt.

Im Zuge des Bürgerentscheids diskutieren viele Bürger:innen, ob die Esslingen Pfleghof Stadtbücherei erweitert und modernisiert werden sollte, oder ob ein vollständiger Umzug sinnvoll ist.

Klar ist: Die Esslingen Pfleghof Stadtbücherei erfüllt heute schon wichtige Funktionen, von der Leseförderung über soziale Begegnung bis hin zum niederschwelligen Zugang zu Bildung.

Lesebereich in der Esslingen Pfleghof Stadtbücherei mit aktuellen Romanen, Bücherregalen und Leseinseln – Blick in den bestehenden Bibliotheksstandort.
Historischer Haupteingang der Esslingen Pfleghof Stadtbücherei mit gotischem Bogen und Hauptportal.

Faktencheck: Was behauptet wird und was wirklich stimmt

Im Vorfeld des Bürgerentscheids zur Esslingen Pfleghof Stadtbücherei tauchen viele Argumente auf, online, in Flyern, Schaufenstern oder auf Veranstaltungen.

Einige davon wirken auf den ersten Blick überzeugend, sind aber verkürzt dargestellt oder einseitig interpretiert.

Wir stellen hier mehrere zentrale Behauptungen richtig, auf Basis öffentlich einsehbarer Informationen.

„Die Bibliothek im Pfleghof ist zu klein. sie kann die Anforderungen der Zukunft nicht erfüllen.“

Faktencheck:
Die Bibliothek war bereits 2019 Gegenstand eines Bürgerentscheids. Fast 80 % stimmten für eine Modernisierung und Erweiterung – inklusive Heugasse 11.
Diese Pläne sind realistisch: Die Stadt besitzt die angrenzende Fläche bereits. Sie ermöglicht barrierefreie Zugänge, zusätzliche Arbeitsbereiche und neue Nutzungsmöglichkeiten.
Diese Lösung wurde nie vollumfänglich mit dem Kögel verglichen.
„Zu klein“ ist daher nicht die objektive Frage, sondern, ob Erweiterung vor Ort möglich ist. Und das ist sie.

„Nur der Kögel lässt sich barrierefrei gestalten, der Pfleghof nicht.“

Faktencheck:
Beide Standorte sind aktuell nicht barrierefrei.
Für den Pfleghof liegt jedoch ein konkreter Plan zur Herstellung von Barrierefreiheit vor, über das Gebäude Heugasse 11.
Im Kögel fehlen klare Umbaupläne, der Zustand z. B. im Keller ist sanierungsbedürftig.
„Barrierefreiheit“ ist keine rein theoretische Aussage, sondern ein bauliches Konzept und das existiert für beide Varianten noch nicht vollständig.

„Das Bürgerbegehren verhindert Modernisierung, es ist rückwärtsgewandt.“

Faktencheck:
Das Gegenteil ist der Fall:
Die Initiative fordert eine moderne, barrierefreie und realistisch finanzierbare Stadtbücherei, auf Basis von Beteiligung und Fakten.
Ziel ist kein Stillstand, sondern eine zukunftsfähige Entscheidung, mit breiter Legitimation durch die Bürgerschaft.

„Der Umbau des Pfleghofs würde 60 Mio. Euro kosten, der Kögel ist viel günstiger.“

Faktencheck:
Die 60 Mio. € beziehen sich auf ein ambitioniertes Konzept von 2019, mit umfassendem Neubau und Umbau.
Die aktuelle Diskussion dreht sich jedoch um eine realistische, reduzierte Erweiterung über die Heugasse 11.
Für den Kögel existieren keine belastbaren Zahlen. Die 13–14 Mio. € Sanierungskosten stammen aus internen Schätzungen und Gutachten, die teils als „nicht belastbar“ gelten.
Zudem kommen Kaufpreis, Umbau, Ausstattung und langfristige Betriebskosten hinzu.
Ein direkter, aktueller Kostenvergleich fehlt, beides ist öffentlich nicht transparent.

„Im Kögel gibt es drei barrierefreie Zugänge und alles ist eben, das ist viel besser für Menschen mit Behinderung.“

Faktencheck:
Barrierefreiheit bedeutet mehr als nur ebene Böden.

  • Im Kögel sind wichtige Details noch nicht öffentlich geklärt: z. B. Brandschutz, Aufzüge, Zugangskontrolle, Raumstruktur.
  • Es gibt keine unabhängige Bewertung, ob der Kögel barrierefrei nutzbar ist, auch nicht bei Hitze, mit Kinderwagen oder Rollator.
  • Die Aussage zur Überlegenheit des Kögels ist aktuell eine Behauptung ohne belastbaren Nachweis.
    Beim Pfleghof liegt dagegen ein durchdachtes Konzept mit der Heugasse 11 vor, das zeigt, wie Barrierefreiheit hergestellt werden kann.

„Der Kögel ist besser für moderne Bibliotheksnutzung, der Pfleghof ist altmodisch.“

Faktencheck:
Der Pfleghof ist ein identitätsstiftender Ort im Herzen der Altstadt.
Er vereint historische Struktur mit modernen Anforderungen, das ist kein Nachteil, sondern ein kultureller Wert.
Zahlreiche Städte modernisieren und erweitern bewusst ihre Altbauten, gerade für öffentliche Funktionen.
Bibliotheken leben nicht allein von Technik, sondern von Atmosphäre, Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität.
Der Pfleghof kann genau das bieten, wenn man es will.

„Das Kögel-Gebäude hat eine tolle Glasfassade und viel Tageslicht, ideal für moderne Bibliotheksräume.“

Faktencheck:
Die Glasfassade ist ein Risiko, kein Vorteil, wenn sie nicht gut klimatisiert und beschattet wird.

  • Der Kögel ist nicht wärmegedämmt.
  • Hitzestau, Blendung, starke Temperaturunterschiede, all das wurde bereits in internen Gutachten kritisiert.
  • Eine Bibliothek mit empfindlicher Technik, Papiermedien und Aufenthaltsqualität muss konstant temperiert sein.

Ohne genaue Klimastudien ist die Glasfassade eher ein Problem als ein Plus.

„Der Kögel-Standort ist besser erreichbar, gleich neben dem Busbahnhof.“

Faktencheck:
Beide Standorte liegen zentral. Der Pfleghof ist barrierearm zu Fuß erreichbar, liegt in der Altstadt, in unmittelbarer Nähe zu Schulen, Museen und Einkaufsstraßen.

  • Der Kögel liegt an einer stark befahrenen Straße, mit enger Umgebung.
  • Die Aufenthaltsqualität vor Ort (Außenflächen, Sitzzonen, Grünraum) ist beim Pfleghof deutlich höher.

Erreichbarkeit ist wichtig, aber sie ist bei beiden gegeben.

„Die Initiative ist nur gegen alles, aber hat kein eigenes Konzept.“

Faktencheck:
Das ist nachweislich falsch.

  • Die Initiative hat 2019 eine inhaltlich begründete Erweiterung des Pfleghofs unterstützt, mit hoher Zustimmung.
  • Heute fordert sie: belastbare Zahlen, demokratische Rückbindung, Nutzung bestehender Flächen.
  • Die Forderung lautet nicht „dagegen“, sondern: prüfen, vergleichen, gemeinsam entscheiden.

Das ist nicht Verhinderung, sondern demokratische Verantwortung.

„Der Kögel bietet viel mehr Fläche, das ist die beste Lösung.“

Faktencheck:
Mehr Fläche allein ist kein Garant für Qualität.
Die Kögel-Flächen sind roh, ungeeignet für Bibliotheksbetrieb, stark sanierungsbedürftig und mit Unsicherheiten behaftet, z. B. Glasfassade, sommerliche Hitze, Feuchtigkeit im Keller.
Es gibt keine aktuellen belastbaren Gutachten, keine Betriebskonzepte und keine realistische Kostenkalkulation.

„Der Pfleghof wird nicht aufgegeben, er bleibt ja Kulturort.“

Faktencheck:
Es gibt bisher keine beschlossenen Konzepte für eine kulturelle Weiternutzung. Die Aussage „Bleibt Kulturort“ ist bisher eine Absicht, keine garantierte Umsetzung.

Ein Museumsquartier im Pfleghof ist bislang reine Absichtserklärung, ohne Konzept, Planung oder Kostenkalkulation.
Sicher ist: Auch für ein Museum müsste der Pfleghof aufwändig saniert werden, inklusive Brandschutz, Barrierefreiheit und Infrastruktur.

Das verursacht Doppelkosten: für den Kögel und den Pfleghof.
Leerstand, Zwischenlösungen oder spätere Verkäufe sind reale Risiken.

„Der Kögel bietet mit 40 % mehr Publikumsfläche deutlich bessere Möglichkeiten.“

Faktencheck:
Mehr Fläche ist nur dann ein Vorteil, wenn sie auch sinnvoll nutzbar ist.
Im Kögel bestehen aktuell zahlreiche Probleme:
→ nicht tragfähige Böden, Feuchtigkeit im Keller, unklare Erschließung, hoher Umbauaufwand.
Die tatsächliche Nutzbarkeit der Fläche ist ungeklärt.
Der Pfleghof hingegen ist eingespielt, bietet Erweiterungspotenzial und liegt in zentraler Altstadtlage, inklusive Aufenthaltsqualität und kulturellem Umfeld.

„Der Pfleghof ist ein altes, denkmalgeschütztes Gebäude, da darf man kaum etwas umbauen.“

Faktencheck:
Denkmalgeschützt heißt nicht: „unantastbar“.
Schon 2019 wurde im Architektenwettbewerb ein prämierter Entwurf eingereicht, der eine barrierefreie Erweiterung über die Heugasse 11 vorsieht, denkmalrechtlich grundsätzlich möglich.
Auch heute erfolgen regelmäßig Umbauten in denkmalgeschützten Gebäuden, etwa in Museen, Schulen oder Verwaltungen.
Die Frage ist nicht, ob es möglich ist, sondern wie gut es geplant und umgesetzt wird. Für den Pfleghof gibt es dafür realistische Optionen.

„Im Kögel sind 130 Lernplätze geplant, im Pfleghof nur 50.“

Faktencheck:
Diese Zahlen stammen aus Konzeptideen, nicht aus genehmigten Bauplänen.
Entscheidend ist nicht nur die Zahl der Plätze, sondern:

  • Sind sie angenehm nutzbar?
  • Gibt es Tageslicht, Ruhe, Aufenthaltsqualität?
  • Sind sie ohne Umbau umsetzbar?

Im Pfleghof sind zusätzliche Arbeitsplätze möglich, etwa durch Nutzung der Heugasse 11.
Und: Eine größere Fläche bedeutet nicht automatisch eine bessere Nutzung, vor allem wenn klimatische Bedingungen (z. B. Hitzestau im Sommer) nicht geklärt sind.

„Die Sanierung im Pfleghof dauert 3–5 Jahre, viel zu lang und viel zu aufwendig.“

Faktencheck:
Die Aussage ist verkürzt, denn:

  • Auch der Umbau im Kögel dauert voraussichtlich 2–3 Jahre.
  • Eine Bibliothek im laufenden Betrieb zu sanieren ist möglich, wie zahlreiche Beispiele zeigen.
  • Umbauzeiten sind in beiden Fällen ein Thema, sie lassen sich aber organisieren.

Entscheidend ist: Welche Variante ist langfristig tragfähiger, kostentransparenter und kulturell sinnvoll?
Nicht: Welche Lösung klingt auf den ersten Blick bequemer.

„Die Kritik am Kögel ist nur politisch motiviert, sachlich spricht alles für den Umzug.“

Faktencheck:
Diese Aussage blendet wesentliche Dinge aus:

  • Es gibt keinen vollständigen Vergleich beider Varianten, mit gleicher Datenbasis.
  • Die Pfleghof-Option wurde nach dem 2019er Bürgerentscheid nicht weiterverfolgt, sondern verworfen.
  • Viele Bürger:innen fordern seitdem: belastbare Zahlen, echte Transparenz, Beteiligung.

Das ist keine politische Position, sondern demokratisches Grundverständnis.

„Es gab viele Bürgerinformationsveranstaltungen, also war der Prozess transparent.“

Faktencheck:
Infoveranstaltungen allein sind noch keine Beteiligung.

  • Beteiligung bedeutet: Einbeziehung in Entscheidungsprozesse, nicht nur Information im Nachhinein.
  • Wichtige Fragen wie: „Was kostet es?“ oder „Welche Alternativen wurden geprüft?“ blieben unbeantwortet.
  • Die Entscheidung im Gemeinderat fiel mit einer Stimme Mehrheit, ohne gültige Vergleichsstudie.

Transparenz braucht mehr als einen Infoabend, sie braucht Zugang zu Informationen vor Entscheidungen.

Faktencheck herunterladen – kompakt & übersichtlich

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Faktencheck: Was behauptet wird und was wirklich stimmt

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